BIOBRIDGE PL-SK

BIOBRIDGE PL–SK – „Green Bridge“: Schutz der Waldbiodiversität im Grenzgebiet der Karpaten

Das Projekt „BIOBRIDGE PL–SK“ wird von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms „Interreg Polen–Slowakei 2021–2027“ kofinanziert.

Laufzeit: 1. Juni 2026 – 31. Mai 2028

Haushalt: Förderfähige Gesamtkosten 1.405.656,95 €; EU-Beitrag 1.124.525,56 €; Kofinanzierung 281.131,39 €.

Projektpartner: Nationales Forstzentrum / LignoSilva-Kompetenzzentrum (Leitpartner), LESY Slovenskej republiky, š. p. (Staatsforsten der Slowakischen Republik) https://www.lesy.sk/, Lasy Państwowe – Nadleśnictwo Łosie (Staatsforsten – Forstbezirk Łosie) https://losie.krakow.lasy.gov.pl/

Projektziel: Im Rahmen von Priorität 1, spezifisches Ziel 2 des Programms konzentriert sich das Projekt auf den Schutz, die Wiederherstellung und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Waldökosystemen in der Karpaten-Grenzregion durch Forschung, praktische Maßnahmen vor Ort und Umweltbildung.

Wichtigste Projektmaßnahmen: Im Rahmen des Projekts werden konkrete Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt in Grenzgebieten umgesetzt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Schutz der Europäischen Eibe (Taxus baccata), einschließlich eines verstärkten Schutzes ausgewählter Standorte und der Förderung ihrer Verjüngung. Zu den Aktivitäten gehören zudem die Unterpflanzung und Anpflanzung einheimischer Baumarten, die „selten sind oder in der aktuellen Artenzusammensetzung fehlen“ (insbesondere Tannen und wertvolle Laubbaumarten), sowie die anschließende Pflege junger Bestände (Schutz vor Unkraut und Wild sowie Pflegeeingriffe). Die NLC wird einen Teil der Setzlinge liefern, die in Folientunneln auf mit Zelluloseschlamm und Holzasche angereicherten Substraten gezüchtet wurden, und verbindet damit die Wiederherstellung der Artenvielfalt mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.

Ein wesentlicher Bestandteil ist die gemeinsame Überwachung des Zustands von Tannenbeständen (Bodenuntersuchungen in der Slowakei; Fernerkundung mittels Drohnen, LiDAR und Satelliten in Polen – insbesondere hinsichtlich des Vorkommens von Misteln) sowie die wirksame Beseitigung des invasiven Japanischen Staudenknöterichs (Fallopia japonica) an ausgewählten Standorten. Ergänzt wird das Projekt durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, darunter die Einrichtung von Lehrstationen im Nationalen Naturreservat Becherovská Tisina und in Wysowa-Zdrój sowie Feldschulungen, Waldbildungsprogramme und Exkursionen.

Weitere Informationen: Laufende Aktualisierungen und Projektergebnisse werden auf den Websites und über die Kommunikationskanäle des Projekts und der Partner veröffentlicht.

Das Projekt BIOBRIDGE PL–SK konzentriert sich auf den Schutz, die Renaturierung und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Waldökosystemen im polnisch-slowakischen Grenzgebiet. Es verbindet Forschung, praktische Maßnahmen vor Ort, moderne Überwachung und Umweltbildung, um die biologische Vielfalt in den Karpaten-Grenzgebieten zu fördern.

Das Projekt wird von drei Partnern durchgeführt: dem Nationalen Forstzentrum, dem staatlichen Unternehmen LESY Slovenskej republiky und dem Nadleśnictwo Łosie.

Grundlegende Beschreibung

BIOBRIDGE PL–SK begründet eine slowakisch-polnische Partnerschaft, deren Schwerpunkt auf dem Schutz der biologischen Vielfalt der Wälder im Grenzgebiet der Karpaten liegt. Ziel ist es, die ökologische Stabilität der Waldökosysteme zu stärken, einheimische Baumarten zu fördern, seltene Arten zu schützen und moderne Ansätze zur Überwachung der Waldgesundheit einzuführen.

Das Projekt verbindet wissenschaftliche Forschung, forstwirtschaftliche Maßnahmen, die Beseitigung invasiver Arten, die Förderung einer natürlichen Baumartenzusammensetzung sowie Umweltbildung. Die Ergebnisse werden für die forstwirtschaftliche Praxis, den Naturschutz, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung der biologischen Vielfalt von Nutzen sein.

Projektlaufzeit: 01 . Juni 2026 – 31. Mai 2028

Haushalt: förderfähige Gesamtausgaben 1.405.656,95 EUR, Zuschuss 1.124.525,56 EUR, Kofinanzierung 281.131,39 EUR.

Nationales Waldzentrum – federführender Partner / Forschung und Koordination

Das Nationale Waldzentrum koordiniert das Projekt und gewährleistet die Erstellung fachlicher Hintergrunddokumente, die Festlegung von Methoden sowie die Qualität der Ergebnisse. Es betreibt Forschung, sorgt für den Ex-situ-Schutz und die Anzucht von Eiben, bereitet Pflanzgut auf und bündelt Daten aus der Bestandsüberwachung der Weißtanne. Auf diese Weise unterstützt es die fachkundige Entscheidungsfindung sowie Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt in den Waldgebieten im Grenzgebiet.

Website und Kontaktdaten: https://web.nlcsk.org/

LESY Slovenskej republiky, staatliches Unternehmen – slowakischer Partner / Maßnahmen in grenznahen Wäldern

LESY Slovenskej republiky ergreift praktische Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in den slowakischen Grenzwaldgebieten: Unterpflanzung einheimischer Baumarten, Schutz junger Bestände vor Unkraut und Wildschäden sowie Aufräumarbeiten und Bestandshygiene. Zudem beteiligt sich die Organisation an der Beseitigung des invasiven Japanischen Staudenknöterichs und an der Erschließung des Gebiets durch einen Lehrpfad, der zum Nationalen Naturschutzgebiet Becherovská Tisina führt.

Website und Kontaktdaten: https://www.lesy.sk/

Forstamt Łosiepolnischer Partner / Maßnahmen in Natura-2000-Gebieten

Das Nadleśnictwo Łosie ergreift praktische Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt im polnischen Teil des Grenzgebiets: Schutz von Eibenstandorten, artenvielfaltfördernde Pflanzungen und Schutz junger Weißtannenbestände. Es führt eine Fernüberwachung von Weißtannen und Misteln mithilfe von UAV-/LiDAR-/Satellitendaten durch, beteiligt sich an der Beseitigung des invasiven japanischen Staudenknöterichs und richtet einen Lehrpfad in Wysowa-Zdrój ein.

Website und Kontaktdaten: https://losie.krakow.lasy.gov.pl/

Europäische Eibe

1. Europäische Eibe – Schutz, Genetik und Wiederansiedlung

Die Europäische Eibe (Taxus baccata) gehört zu den seltenen und ökologisch bedeutenden Baumarten der Karpatenregion. Im Mittelpunkt des Projekts steht ihr Schutz durch genetische Forschung, morphometrische Untersuchungen, Ex-situ-Erhaltung, die Aufzucht von Sämlingen sowie den direkten Schutz ausgewählter Standorte.

Das Nationale Waldzentrum führt fachliche Tätigkeiten durch, deren Schwerpunkt auf der Genetik, der Aufzucht und der künftigen Nutzung der Eibe im Rahmen der Wiederherstellung der biologischen Vielfalt der Wälder liegt. Zu diesen Tätigkeiten gehört auch die Aufzucht von 200 Eiben-Setzlingen polnischer Herkunft in den Einrichtungen des NFC.

Der polnische Partner sorgt für den Schutz der natürlichen Eibenstandorte, einschließlich der Erneuerung und Verbesserung der Schutzmaßnahmen vor Ort. Das gemeinsame Ziel besteht darin, die langfristige Lebensfähigkeit der Eibe in den Waldökosystemen des Grenzgebiets zu stärken.

2. Einheimische Baumarten und die Artenvielfalt der Grenzgebietswälder

Diese Maßnahme fördert einheimische Baumarten, die in der derzeitigen Artenzusammensetzung nur schwach vertreten sind, sowie praktische Maßnahmen, die die Artenvielfalt sowie die strukturelle und ökologische Vielfalt der Grenzlandwälder erhöhen.

Im slowakischen Teil des Projekts umfassen die Maßnahmen unter anderem die Unterpflanzung, den Schutz junger Waldbestände vor Unkraut und Wildschäden, die Säuberung, die Bestandshygiene sowie weitere forstwirtschaftliche Maßnahmen. Das Nationale Forstzentrum bereitet einen Teil des Pflanzguts vor, das in modernen Anlagen gezüchtet wird.

Im polnischen Teil des Projekts werden artenvielfaltfördernde Anpflanzungen sowie Maßnahmen zum Schutz junger Weißtannenbestände durchgeführt. Das gemeinsame Ziel besteht darin, die Stabilität, Widerstandsfähigkeit und Artenvielfalt der Waldökosysteme durch einheimische Baumarten und naturnahe Ansätze zu fördern.

3. Überwachung der Weißtanne – Die Waldgesundheit im Blick behalten

Die Weißtanne ist eine wichtige Baumart der Karpatenwälder, und ihr Gesundheitszustand ist ein wichtiger Indikator für die Stabilität des Waldökosystems. Das Projekt verbindet die bodengestützte Überwachung auf slowakischer Seite mit der Fernüberwachung auf polnischer Seite.

In der Slowakei wird sich die Überwachung auf die Feldbeurteilung des Gesundheitszustands von Weißtannenbeständen konzentrieren, einschließlich Wildschäden und anderer Faktoren, die die Vitalität der Bäume beeinflussen. In Polen wird Fernerkundung unter Einsatz von Drohnen, LiDAR und Satellitendaten zum Einsatz kommen, wobei besonderes Augenmerk auf das Vorkommen von Misteln gelegt wird.

Zu den Ergebnissen gehören Daten und Kartenprodukte, die für die Beurteilung des Zustands von Weißtannenbeständen, die Ermittlung von Risikogebieten und die Planung weiterer Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt und der Widerstandsfähigkeit der Wälder von Nutzen sind.

4. Invasiver Japanischer Staudenknöterich – Erprobung wirksamer Beseitigungsmethoden

Der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) ist eine invasive Art, die natürliche Lebensräume beeinträchtigt, die einheimische Vegetation verdrängt und die Artenvielfalt in den betroffenen Gebieten verringert.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Erprobung und die praktische Überprüfung wirksamer Beseitigungsmethoden. Es werden Versuchsflächen angelegt, um verschiedene Ansätze zur Beseitigung des Japanischen Staudenknöterichs zu vergleichen.

An dieser Maßnahme sind sowohl slowakische als auch polnische Partner beteiligt. Die Ergebnisse werden fortlaufend anhand von Fotos dokumentiert, insbesondere durch den Vergleich des Zustands der Standorte vor, während und nach der Umsetzung der Maßnahmen.

5. Lehrpfade und Bildung zum Thema Biodiversität

Das Projekt verbindet fachliche Feldarbeit mit Umweltbildung und der Vermittlung von Wissen an die Öffentlichkeit. Ziel ist es, die Bedeutung der biologischen Vielfalt in den Waldgebieten der Grenzregion, den Schutz seltener Baumarten sowie praktische Maßnahmen direkt im Projektgebiet aufzuzeigen.

Auf slowakischer Seite wird die pädagogische Komponente mit einem Lehrpfad verbunden, der zum Nationalen Naturreservat Becherovská Tisina führt. Auf polnischer Seite wird in Wysowa-Zdrój ein Lehrpfad angelegt.

Die Veranstaltung umfasst Informationsangebote, Lehrtafeln, QR-Inhalte, Exkursionen, Praxisschulungen sowie Veranstaltungen, die sich sowohl an Fachpublikum als auch an die breite Öffentlichkeit richten.

6. Projektvorbereitung und Partnerschaft

Die Vorbereitungsphase schuf die Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten. Sie umfasste den Aufbau der slowakisch-polnischen Partnerschaft, die Abstimmung der Projektziele, die Erstellung des Budgets, des Zeitplans, der vorgeschriebenen Anhänge sowie des Projektantrags.

In dieser Phase wurden die fachlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen des Projekts festgelegt und die Voraussetzungen für die Umsetzung praktischer Maßnahmen sowie für Überwachungs-, Forschungs- und Kommunikationsaktivitäten geschaffen.

7. Projektkommunikation, Veranstaltungen und Ergebnisse

Die Projektkommunikation gewährleistet einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit der Öffentlichkeit, Fachleuten und Partnern über die Ziele, Aktivitäten und Ergebnisse von BIOBRIDGE PL–SK.

Zu den Kommunikationsmaßnahmen zählen Website-Inhalte, Informationsmaterialien, Konferenzen, Exkursionen, Medienbeiträge, Videos, Artikel und andere Formen der Ergebnisverbreitung. Besonderes Augenmerk wird auf gemeinsame Partnerveranstaltungen, die Eröffnungskonferenz, Aktivitäten vor Ort und die abschließende Präsentation der Projektergebnisse gelegt.

Einladung zur Eröffnungskonferenz des Projekts BIOBRIDGE PL-SK

In diesem Abschnitt wird die Umsetzung von BIOBRIDGE PL–SK anhand von Fotos aus dem Feld, aus Laboren, aus Anbaueinrichtungen, von Überwachungsmaßnahmen, von Pflanzungen, von Bildungsveranstaltungen sowie von erworbener Infrastruktur dokumentiert.

Die Fotodokumentation vermittelt auf anschauliche Weise konkrete Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt im karpatischen Grenzgebiet sowie die laufenden Ergebnisse des Projekts.

Infrastruktur und Ausstattung

Fotos von angeschafften Geräten, Laborutensilien, Überwachungsgeräten, Feldausrüstung und Lehrmaterialien.

Anpflanzungen, Unterpflanzungen, Schutzvorrichtungen, Umzäunungen, Reinigung, Bestandshygiene und Maßnahmen gegen invasive Arten.

Bodenbasierte Überwachung der Weißtanne, Überwachungsflächen, Kamerafallen, Feldausrüstung, UAV-/LiDAR-/Satellitendaten sowie Kartenprodukte.

Eiben-Sämlinge, Anbau, Laborarbeiten, genetische Analysen, Ex-situ-Erhaltung und Schutz der Standorte.

Lehrpfade, Informationstafeln, Workshops, Exkursionen, Waldpädagogik und Projektveranstaltungen.

Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert.

Projektbesprechungen

1. Eröffnungssitzung des Projekts

Die Partner des BIOBRIDGE PL–SK-Projekts werden sich bei der Auftaktveranstaltung treffen, um die wichtigsten Aktivitäten vorzustellen, die Koordination zu organisieren und die nächsten Schritte für die Projektumsetzung vorzubereiten.

Lieferung von Eiben-Setzlingen polnischer Herkunft

Im Rahmen des Projekts wurden 200 Eiben-Setzlinge polnischer Herkunft beschafft. Die Setzlinge wurden in die Anbaueinrichtungen des NFC gebracht, wo ihre weitere Aufzucht und fachkundige Überwachung stattfinden.

Vorbereitung der Bestandsüberwachung bei Weißtannen

NFC bereitet auf slowakischer Seite eine bodengestützte Überwachung des Gesundheitszustands der Weißtanne vor. Der polnische Partner bereitet die Fernüberwachung von Weißtanne und Mistel mithilfe moderner Fernerkundungstechnologien vor.

Vorbereitung der Versuchsflächen für die Beseitigung von Knöterich

Im Rahmen des Projekts werden Versuchsflächen angelegt, um verschiedene Methoden zur Beseitigung des invasiven Japanischen Staudenknöterichs zu erproben.

Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert.

Informationsmaterialien

Broschüren, Plakate, Präsentationen und weitere Informationsmaterialien zum Projekt.

Methodische Unterlagen, Gutachten, Überwachungsergebnisse und Empfehlungen für die Praxis.

Karten, GIS-Ausgaben und räumliche Daten aus Überwachungs- und Feldaktivitäten.

Ausgewählte Fotos, die die Projektumsetzung, die angeschaffte Infrastruktur und die Maßnahmen vor Ort dokumentieren.